FritzBox und Dynamic DNS

Wenn man seinen kleinen Heimserver auch aus den weiten des Internets verfügbar machen möchte, so ist dieses relativ einfach und schnell gemacht. Zumindest wenn man eine FritzBox hat.

Zuerst braucht man eine URL und einen Dynamic DNS Service. Ich nutze den Service von no-ip.com. Sobald wir unseren User-Namen und Passwort haben, müssen wir diesen noch der FritzBox bekannt geben.

  1. Einloggen unter http://fritz.box
  2. Menü Internet -> Freigaben und den Reiter Dynamic DNS auswählen. Das sieht dann ungefähr so aus:

FritzBox

Sobald das getan ist, kann die FritzBox über die gewählten Adresse angesprochen werden. Nun muss man ihr nur noch sagen wohin die Anfragen gehen sollen.

Hierzu wählt man den Reiter Portfreigaben:

FritzBox

Anlegen kann man neue Portfreigaben dann ganz einfach über den Button neue Portfreigabe:

FritzBox

Hier kann man dann vorgefertigte Profile aussuchen oder eigene definieren, so wie auf dem Bild Nummer 3.

Für meinen persönlichen Setup: Owncloud und Seafile, sind folgende Konfigurationen notwendig:

1. Owncloud

 eingehender Port: 443; ausgehender Port an Raspberry Pi: 443

2. Seafile

 eingehender Port: 80; ausgehender Port an Raspberry Pi: 8100 (Standard: 8000)
 zusätzlich braucht man noch den Port: 10001 (ein- und ausgehend) für den Windows Client 


mein Raspberry Pi jetzt auch mit Seafile

Nach einem Tipp vom Jan, habe ich jetzt auch mal Seafile auf meinem Raspberry Pi installiert und bin erst einmal gleich begeistert wie einfach das ging. Auch hier bin ich mehr oder weniger der Anleitung von hier gefolgt. Das einzige was ich geändert habe ist der Port mit dem ich Seafile starte:

./seafile.sh start
./seahub.sh start 8100

Mit dem 8000 Port hatte ich irgendwie Probleme. Das kann vielleicht auch daran liegen, das auch der Owncloud Server weiterhin auf dem Raspberry Pi läuft.

Nach der Installation konnte ich mich dann gleich mit meinem bei der Installation gewählten E-Mail Adresse und Passwort anmelden und habe mir dann auch gleich mal ein paar Testordner angelegt. Das ganze sieht dann so aus:

seafile

Die Bedienung vom Seafile fand ich dann am Anfang ein wenig gewöhnungsbedürftig. Auch die Funktionalität, wie die Verwendung von Bibliotheken, war mir am Anfang nicht ganz so offensichtlich. Aber ich denke das die Grundsätzliche Idee dahinter ist nicht falsch ist. Was bei Seafile sicherlich besser ist, ist der Community Gedanke und wie man Dateien mit mehreren Leuten teilt. Zudem bietet Seafile jetzt schon die Möglichkeit an, Dateien online zu bearbeiten.

Ebenso gewöhnungsbedürftig ist der Client für den Windows Rechner.

seafile client

Die Anmeldung hatte noch ganz gut und einfach funktioniert. Danach dachte ich dann das er automatisch auch alles lokal speichert. Das war aber nicht so. Man musste es ihm explizit sagen. Neue Bibliotheken kann man dann auch nur online und nicht direkt über die Windows Oberfläche erstellen. Aber auch daran kann man sich gewöhnen. Ich denke das ich hier einfach nur zu sehr an die Funktionsweise von Dropbox gewöhnt bin.

Wie schon Anfangs erwähnt laufen momentan beide System (Owncloud und Seafile) jetzt parallel auf der kleinen Kiste und bisher noch ganz rund. Ich bin mal gespannt welcher von beidem beim syncen von Dateien am Ende am besten abschneidet.

Aus den weiten des Internets ist mein kleiner lokaler Setup übrigens weiterhin durch no-ip.com erreichbar. Und dank ein paar Einstellungen an der FritzBox kommen die Anfragen dann auch genau dort an, wo sie ankommen sollen. Was man dabei beachten muss, das schreibe ich mal in einen anderen Blogpost nieder.



Raspberry Pi - Linksammlung

Eigentlich wollte ich den Raspberry Pi ja als kleinen Mediaserver nutzen. Da es mir hier aber hauptsächlich um das Streamen von Filmen und Serien aus dem Internet ging, dieses jedoch mit Linux "noch" nicht geht, habe ich mich dann doch dann für einen Apple TV entschieden. Der ist zwar deutlich teurer, aber man kann ihn so einfach out-of-the-box nutzen. Aber dafür macht er auch genau das, wofür ich ihn haben wollte. Trotzdem finde ich es weiterhin schade, dass Linux gerade bei den Streaming Anbietern noch nicht angekommen ist.

Nun sollte die kleine Himbeere aber nicht in der Ecke verstauben und ein Einsatzbereich war schnell gefunden. Wir wollten unseren Drucker schon immer ins LAN integrieren, zum einen weil man dann den Laptop nicht immer erst am Drucker anschließen muss, zum anderen weil man dann die Kabel auch ein wenig verstecken kann.

Druckserver einrichten:

Raspberry Pi als Printserver und Ubuntu Printserver

Nachdem man mit unserem Drucker auch scannen kann, gleich mal geschaut, ob man auch das hinbekommt. Und wer sagt es, auf der gleichen Seite auch hierfür noch eine Anleitung gefunden.

Scanserver einrichten:

Raspberry Pi als Scanserver im Heimnetzwerk mit Sane

Nachdem die Himbeere jetzt schon im Arbeitszimmer steht, wo ich demnächst auch meine externen Festplatten wieder aufstelle, dachte ich mir, dass es nicht schlecht wäre, wenn man auf die auch in Form eines NAS zugreifen könnte. Und man kann.

NAS einrichten:

Raspberry Pi - Connect NAS / windows share automatically at start-up

Zusätzlich wollte ich schon immer einen Dropbox Ersatz haben, für Dateien, die ich nicht unbedingt in eine unbekannte Cloud schieben möchte. Hierfür ist Owncloud ganz gut. Hatte ich auch hier auf dem Uberspace mal installiert, aber besser fühle ich mich dann da schon, wenn die Daten daheim liegen. Also mal geschaut, ob man Owncloud auch auf dem Raspberry Pi zum laufen bekommt und man kann auch das.

Owncloud für den Raspberry Pi:

  1. Sicherstellen, das ich auch von außen rauf kann. Das geht über No-Ip: Raspberry Pi - access from the internet using no-ip
  2. Owncloud Server installieren: Raspberry Pi: Owncloud Server installieren
  3. Zertifikat für SSH einrichten (Anleitung inkl. Step 5 durchgehen) How To Create a SSL Certificate on nginx for Ubuntu 12.04
  4. Den Step 7 + 8 von den zweiten Anleitung für den HTTPS Server durchgehen

Und auch wenn der kleine Raspberry Pi jetzt nicht wirklich der schnellste ist, so laufen doch alle Dienste recht problemlos und ich bin immer noch froh, den Kleinen gekauft zu haben.

Mal schauen was mir demnächst noch so einfällt, was ich mit der kleinen Himbeere noch so machen möchte.