Erkenntnisse die das Alter mit sich bringen

Klausur
Ich habe jetzt schon die ganze Woche Urlaub und habe diese Zeit auch ein wenig dazu genutzt mal wieder ein wenig klar Schiff in meiner Wohnung zu machen und habe dabei auch ein paar meiner Unterlagen vernünftig weggeordnet. Dabei bin ich auch auf eine paar alte Klassenarbeiten aus meiner Berufsschulzeit gestoßen. Und bei einigen von diesen Klausuren habe ich mich doch echt gefragt wie ich das geschafft hatte. Das meinte ich dabei aber nicht im positiven Sinne, ganz im Gegenteil, denn ich war beim besten Willen nicht gerade einer der Musterschüler.

Und im Nachhinein bereue ich das auch. Gut, ich hatte es geschafft trotz mittelmäßiger Noten in der Berufsschule noch einen guten Abschluss und im Anschluss sogar noch einen guten Job zu bekommen, aber das hätte auch ganz anders laufen können. Denn schließlich, so muss ich jetzt sagen, ist die Schule doch irgendwo der Grundstein für die Zukunft. Wir leben nun mal in einer Leistungsgesellschaft in der nur gute Leistung zählt und an der man auch gemessen wird. Aber man kann aus der Schule auch eine Menge Allgemeinwissen mitnehmen, wodurch im Leben an bestimmten Punkten einfach keine Fragen aufkommen, weil man sie sich selbst sofort beantworten kann.

Gerade deswegen finde ich es auch schade, das ich meine Zeit zum Teil mit unnützen Sachen verschwendet hatte anstatt einfach mal ein wenig mehr zu lernen, auch wenn das Fach nicht gerade so spannend war und ich der Meinung gewesen bin, das ich das meiste davon eh nicht mehr gebrauchen werde und mir einfach mal das wichtigste raus picke. Und ich kann jetzt auch meine Eltern verstehen, warum sie einen immer darauf hinwiesen, das man doch fleißiger in der Schule sein sollte (mal unabhängig von der normalen oder Berufsschule). Und ich glaube man muss einfach ein gewisses Alter erreichen um das ganze auch zu verstehen und bestimmte Aussagen von den Eltern einfach auch mal hinnehmen, denn im Nachhinein ist es meistens zu spät noch mal etwas zu ändern!

[Bildquelle]


Pulitzerpreis 2007

Wow, ich muss ehrlich zugeben, das die Bilder vom diesjährigen Gewinner (Renée C. Byer) des Pulitzer Preises echt wunderbar sind. Sie zeigen den Kampf einer Mutter um ihren an an Krebs erkrankten Sohn.

Sie zeigen sehr intime Momente von Freude, Hoffnung, Beten, Bangen und am Ende die Trauer um den Tot. Sie zeigen wie machtlos wir noch immer dieser Krankheit gegenüber stehen, trotz unserer tausenden von Maschinen und Medikamenten die wir haben. Die Bilder nehmen einen mit auf eine unschöne Reise und trotzdem wir die Personen auf den Bildern nicht kennen werden wir von ihnen mitgenommen. Vielleicht einfach aus dem Wissen das sowas jedem von uns passieren kann und zwar jederzeit. Keiner von uns möchte jemals in seinem Leben so etwas erleben müssen, weshalb wir solche Bilder gerne verdrängen und so tun als gäbe es sie gar nicht.

Aber genug der Worte. Schaut sie euch an, den manchmal sagen Bilder mehr als tausend Worte.

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Kindheitsberufswünsche

Könnt ihr euch eigentlich noch daran erinnern, was so eure Berufswünsche im Kindheitsalter waren? Wenn ich da hin und wieder dran zurück denke, dann muss ich schon ein wenig lachen, denn zum einen waren sie doch typisch "Männlich" oder einfach nur super naiv. Ich denke ihr könnt euch schon fast denken, was ich damals werden wollte, oder?

Ok, bevor ich euch auf die lange Folter spannen, meine Kindheitsberufswünsche waren als "Automechaniker" und zum anderen "Millionär" oder einfach nur "Sohn". Aber im Laufe der Zeit musste ich doch recht schnell feststellen, das beide Sachen nicht wirklich das sind was ich werde möchte oder was realistisch wäre. Denn Autos sind schon was nettes, aber so wirklich ausfüllen könnte mich der Job des Automechanikers nicht, denn dazu fehlt mir einfach das interesse an dieser Art von Technik. Und Millionär, naja, ich glaube da erzähle ich niemanden was neues, wird man nunmal im Regelfall nicht einfach so.

Im Endeffekt bin ich froh, das ich irgendwann den Computer und auch die Leidenschaft zum Programmieren für mich entdeckt habe. Wobei hier dran auch Microsoft ein klein wenig mitschuld dran trägt. Denn so wie jeder Jugendlicher wollte ich damals auch meine eigene Homepage haben und musste beim Entwickeln dieser recht schnell feststellen, das Frontpage doch nicht immer das machte, was ich haben wollte. Also blieb mir nichts anderes übrig als HTML zu lernen und am Sourcecode selbst rum zu schrauben. Tja, und jetzt bin ich ausgebildeter Informatiker und damit doch recht weit von dem entfernt, was ich damals als Kind mal werden wollte. Aber so ist halt das Leben!

Was waren eigentlich so eure Kindheitsberufswünsche?


Erfahrungen aus der Jugendzeit

Manchmal ist es schon komisch, wenn man so an seine Jugendzeit zurück denkt. Es gibt da immer ne Menge Sachen die man damals gemacht hatte und auf die man im nachhinein nicht unbedingt mehr stolz ist.

Bei mir war es so, das ich damals, eigentlich auch heute noch ein kleiner Autonarr war und dabei gerade schnelle Autos mochte. Mein eigenes Auto gehörte dabei nicht unbedingt zu den schnellsten, trotzdem liebte ich es damit schnell und meistens mit viel zu überhöhter Geschwindigkeit durch die Gegend zu fahren. Gut, tagsüber habe ich mich schon meistens versucht an die Geschwindigkeitsregeln zu halten und bin selten mehr als 20km/h zu schnell gefahren. Aber gerade Nachts wurde das oftmals anders. Man wusste wo die Blitzer standen oder besser gesagt wo sie halt nicht waren und man wusste auch, wo die Polizei nicht kontrollierte. Sicherlich gab es dafür nie eine Garantie, aber erwischt wurde ich dabei nie. Und wenn ich erwischt worden wäre, dann wäre dieses super teuer geworden, denn es kam schon mal vor, das ich mehr als 40km/h zu schnell unterwegs war und das auf normalen Landstrassen. Wenn ich heute an die Gefahr denke, der ich mich und auch meinen Passagieren ausgesetzt habe, dann wird mir dabei schon ein wenig übel. Denn wenn man darüber nachdenkt, was alles hätte passieren können, dann muss man schon zugeben, das es mehr als nur Verantwortungslos war. Und ich glaube, das ich es mir nie hätte verzeihen können, wenn wirklich was schlimmes passiert wäre und ich das ganze überlebt hätte und andere vielleicht nicht.

Aber es ist nicht nur, das ich hin und wieder zu schnell unterwegs war, nein, ich war auch auf illegalen Autorennen gewesen. Gerade im Osten Deutschlands gibt es so einige Leute, die mehr oder weniger aus Langeweile ihre Autos tunen und dabei oftmals auch an den Motor denken und natürlich wollen sie den anderen auch zeigen, was in ihrem Auto steckt. Und wo kann man das besser als auf Autorennen. Und auch in der Gegend in der ich aufgewachsen bin, gab es hin und wieder solche Autorennen. Ich selbst bin zwar nie selbst eines gefahren, aber alleine das dabei sein ist eigentlich schon schlimm genug. Denn auch, wenn diese Rennen meistens an Stellen gefahren wurde an denen man keinen anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet hat, so hat man sich hier aber auch schon als Zuschauer gefährdet, denn es hätte ja immer mal passieren können, das die Fahrer ihre Autos nicht unter Kontrolle haben und in die Zuschauer rasen. Aber daran möchte ich jetzt gar nicht erst denken.

Jetzt, ein paar Jahre danach kann ich nur sagen, das es irgendwo ok ist, wenn man ein klein wenig zu schnell fährt, solange es die 20km/h nicht überschreitet und man sollte die Strecke dann auch wirklich kennen und wissen, das man keinen anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet. An illegalen Autorennen sollte man aber niemals teilnehmen, nicht als Fahrer und auch nicht als Zuschauer. Man sollte sich einfach immer bewußt sein, was dabei alles passieren kann und das man, wenn es etwas passiert, dieses nie wieder rückgängig machen kann.


Die Schnelllebigkeit der Zeit

Wenn ich so an die letzten Jahre zurück denke, muss ich sagen, das es mir vor kommt, als wenn die Zeit an mir vorbei gerast ist. Ich weiß es noch fast als wenn es wenn es wie gestern wäre, wie ich im Jahre 2000 mein Abi gemacht hatte. Und ich muss zugeben, das ich damals schon ein wenig Zweifel hatte, ob ich das wirklich packen werde. Hatte irgendwie kaum was dafür getan und es hat am Ende doch gereicht und das gar nicht mal so schlecht.

Danach ging es dann erst einmal zur Bundeswehr. Eigentlich wollte ich ja schon mit meiner Ausbildung anfangen. Hatte auch schon ne Stelle zu 99% sicher, aber die Bundeswehr meinte, es wäre besser für mich, wenn ich erst einmal zu ihnen komme. Also ging ich für 10 Monate zu dem Verein. Die ersten 2 Monate waren schon lustig gewesen. Hatte dort auch gute Kameraden und wir hatten ne Menge Spass und ein paar Flaschen Vodka leer gemacht. Und manchmal habe ich mich echt gefragt, wie ich am nächsten morgen wieder aus dem Bett gekommen bin. Nach den 2 Monaten ging es in eine andere Kaserne, dort wurde ich als Koch eingesetzt. War also eher wie Zivildienst gewesen und die grüne Uniform wurde gegen Kochkleidung eingetauscht. Was auch nicht unbedingt schlecht war.

Nach dem Bund konnte es dann nun endlich los gehen mit der Ausbildung. Leider hatte mir die erste Firma nun ne Absage erteilt gehabt, nachdem ich ihr wegen der Bundeswehr absagen musste. Aber zum Glück gibt es ja noch mehr Firmen in Deutschland und so bin ich am Ende in der nähe von Frankfurt am Main gelandet und hatte dort ne Ausbildung zum Fachinformatiker gemacht. Die Ausbildung selbst war recht locker und alles ging schneller vorbei als ich dachte. Leider konnte die Firma mich nicht behalten und so war ich nach 3 Jahre arbeitslos. Dieses aber zum Glück nicht lange und jetzt arbeite ich schon seit einem Jahr für eine neue Firma.

Natürlich ist rund herum auch ne Menge passiert. Man hat so einige Leute kennengelernt. Einige davon sind geblieben. Manch andere sind gegangen. Die Liebe kam, die Liebe ging. Und das Leben ging weiter. Und nicht mehr lange, dann ist schon wieder Silvester und auch dieses Jahr ist vorbei.

Und manchmal frage ich mich schon, ob das so weiter gehen wird. Werde ich bald aufwachen und feststellen, das mein Leben vorbei ist? Und habe ich dann auch wirklcih alles richtig gemacht? Habe ich mein Leben gut gelebt? Habe ich genügend Spass gehabt? Muss ich noch ein Haus bauen und einen Baum pflanzen? Und hilft es überhaupt was sich daürber Gedanken zu machen? Ich denke nicht, also werde ich weiter leben und mal schauen, wo es mich hin führen wird.