Ebook Reader

31 March 2009 |   Das Leben |   5


In letzter Zeit wurde viel geredet über die neuen Ebook Reader. Welcher denn jetzt nun der bessere sei und die Nutzer mehr ansprechen würde. Mich selbst hat diese Diskussion mehr oder weniger kalt gelassen. Ich habe sogar richtig gespürt das mir diese Diskussion rein gar nicht interessiert und ich muss zugeben das ich noch nicht einmal das kleinste Interesse an den technischen Details dieser Geräte hatte und das obwohl mich ansonsten jedes noch so kleines neue technische Gerät irgendwo reizt.

Der Grund dafür ist jedoch ganz simpel. Ich mag es einfach nicht so wirklich lange Texte (und Bücher sind nun mal lange Texte) elektonisch zu lesen. Ich tue mich da meistens immer ein wenig schwer und es fällt mir manchmal auch schwer mich auf den Text zu konzentrieren. Und ich denke das es nicht nur mir in der Hinsicht so geht. Nicht umsonst hat man oftmals bei langen Blogeinträgen oder Emails das Gefühl das Leute das ganze nur halb gelesen oder mehr oder weniger nur überpflogen haben. Zudem ist das schöne an einem Buch doch auch der Geruch, wenn man es zum ersten mal in der Hand hält und man die Blätter durch die Finger gleiten lässt. Zudem finde ich es super, wenn man an der Dicke des Buches sieht wieviel Seiten es hat und wie weit man schon ist.

Meiner Meinung nach werden es die neuen Ebook Reader schwer haben sich auf den Markt so richtig durchzusetzen. Aber ich mag mich da ja auch täuschen. Was denkt ihr?


Kommentare:

hmm, mein interesse haben die dinger auch nicht wirklich geweckt. ich mag es eben, das klassische buch und sein handling.

jedoch sollen manche reader schon gut nach papier aussehen. und hey, wenn ich auf reisen gehe und noch nicht weiß, welches buch ich als nächstes lesen will, ich müsste mich noch nicht entscheiden und könnte trotzdem viel gepäck sparen. und eventuell noch 'ne suchfunktion. klingt praktisch.

aber: was ist mit dem dateiformat? proprietäre geschichten? digital rights management? wenn das kein thema wäre, dann die frage, wie sieht die landschaft der dateiformate in 15 jahren aus? wie die schnittstellen zum computer? wie die lebensdauer der datenträger, auf dem meine, äh, bücher liegen?

mein blick wandert zum regal und entdeckt bücher, die älter sind als meine großeltern. und dieser jugendstileinband einer heine-ausgabe aus einer zeit, in der das erscheinungsjahr noch nicht in einem impressum stand, der geruch des buches - großartig!


In Sachen Dateiformate, so weit hatte ich gar nicht gedacht. Aber da hast du schon recht. Zudem was passiert wenn man die Sachen mal verliert, so ein Datencrash ist ja nicht unbedingt so unüblich. Gerade nicht auf langfristiger Sicht.

Und dann kommt noch das Urheberrecht. Darf man elektronische Bücher verleihen?


Absolut kein Interesse dran.


@datencrash: nun, das könnte man so lösen, dass die teile auf einem verlags-oder buchhändler-server liegen, auf dem du auch die berechtigung hast, die bücher, für die du mal bezahltest runterzuladen. so könnte ganz nebenbei auch das dateiformatsproblem umgangen werden und es hätte gegenüber dem heimischen bücherregal den vorteil, dass das alles auch noch da ist, wenn dir mal die bude abbrennt. hat aber den nachteil, dass zentral diese informationen verfügbar sind. wir haben nicht zu unrecht ein bisschen angst vor der großkoalitionären wertschätzung der bürgerrechte, und was wäre erst, wenn es mal richtig richtig üblen gesellen gelingen sollte, die macht an sich zu reißen?
dieses system könnte aber auch schlicht unbrauchbar werden, sollte eine revolutiuon das wirtschaftsystem total umkrempeln oder auch nur der verlag/händler pleite gehen...

neben dem verleihen gäbe es noch punkte wie vererben oder flohmarkt.

vielleicht wirkt es abgedreht, sich hierbei gedanken um revolutionen oder diktaturen oder auch nur erben zu machen, aber das schon erwähnte heine-buch hat mehrere wechsel politischer systeme und zwei weltkriege miterlebt.


vergaß ich vorhin:
diese informationen = informationen darüber, welche bücher du mal kauftest.


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