Deutschland und dein Internet

Auch wenn ich momentan in der komfortablen Lage eines schnellen Internets bin, kann ich Michaels Blogeintrag sehr gut verstehen:

Alle reden immer vom Ausbau: Es gibt in Aachen Brand weder durchgehend Glasfaser (das wäre ja schon Luxus(!)) noch genügend Plätze in den DSL Verteilern, die Anschlüsse sind mehrfach belegt

Und noch ein weiteres Zitat:

Wenn ich im Moment die Werbung und Anzeigen für “schnelles” Internet sehe, ist mir eher nach Weinen zu Mute. In jeglicher Hinsicht günstiger und schneller als mein Anschluss. Willkommen in der Vergangenheit, vielleicht ist es ganz gut, dass ich das alte PCI Modem neulich beim Aufräumen noch nicht weggeworfen habe.

Denn schnelles Internet haben wir hier am Rande von Hof, eine Stadt die immerhin eine technische FH hat und somit auch zukünftige Fachkräfte im Bereich Informatik ausbildet, auch nur aufgrund der Tatsache das wir uns für Kabelinternet entscheiden konnten. Mit der Telekom kamen wir hier auf max. 6Mbit, wenn überhaupt. Und wenn dann 2 Leute zur gleichen Zeit im HomeOffice warem und vielleicht noch per VOIP telefonieren wollten, ging das gar nicht mehr. Wenn man abends mal spontan einen Film per iTunes (oder einem anderen Anbieter) laden wollte, dann musste man aufpassen, das einem dieser spontane Einfall mind. 2h vor der Zeit wo man sich den Film anschauen wollte kam, weil ansonsten war die Idee vielleicht gut, aber die Umsetzung war nicht mehr möglich.

Ich glaube irgendwo gelesen zu haben, das man in solchen Randgebieten dann auf mobiles Internet zurückgreifen sollte. Schließlich ist das schon gut ausgebaut und erlaubt auch den dort lebenden Personen ein deutlich schnelleren Internetzugang. Wer auch immer diese Aussage gemacht hat sollte uns mal besuchen kommen und mir zeigen was er mit Edge so raus holt. Da tue ich mir ja schon schwer mit Seiten wie Facebook oder Twitter zu öffnen.

Ich denke das wir in Deutschland immer noch am Anfang beim Ausbau der Internetkapazitäten sind.Und ich kann nur hoffen, das die aktuelle Petition zur Netzneutralität vom Bundestag auch ernst genommen wird und das Konsequenzen daraus gezogen werden.



der Holzweg der Telekom

Internet

Wenn da die Telekom mal nicht auf dem Holzweg ist mit ihren Plänen jetzt eine Drosselung in den Volumina ihrer Festnetztarife einzubinden. Details siehe Telekom News.

Mich persönlich stört diese Einteilung von integriertem HighSpeed Volumen ja jetzt schon bei den Mobilfunktarifen gewaltig. Erst recht weil ich immer noch der Meinung bin, das die bei den meisten Tarifen gesetzten Grenzen mal gerade so für die Leute reicht die ihr Smartphone wenig bis normal nutzen. Sobald man jedoch eine etwas intensivere Nutzung hat, schaut man in die Röhre oder muss sich Tarife holen die man so gar nicht braucht.

Und auch wenn die aktuellen Grenzen recht hoch angesetzt zu sein scheinen, bin ich mir nicht sicher ob es am Ende reichen wird bevor man gedrosselt wird. Zudem finde ich auch, das die Telekom mit dieser Entscheidung sich gegen die moderne Entwicklung stellt. Aktuell ist die Ausrichtung doch so, das man immer mehr in Richtung Cloud schickt, so das man mobil von überall auf seine Daten zurückgreifen kann. Aber was nutzt mir das, wenn ich irgendwann in eine Drosselung meiner Geschwindigkeit hinein laufe und dann ewig brauche um Dateien zu öffnen.

Sicherlich muss man das Thema auch aus den Augen der Telekom sehen, die sicherlich auch mehr und mehr kosten haben, aufgrund dieser technischen Entwicklung. Aber man hätte hier sicherlich auch ein anderes Modell finden können. Wie z.B. Gutschriften für Leute die kaum Volumen verbrauchen. Denn aus der Richtung gesehen, hat das ganze Thema dann nämlich einen ganz anderen Beigeschmack.

Zudem bin ich jetzt auch mal gespannt wie sich Google Fiber entwickelt. Und wie die Telekom reagieren wird, wenn so etwas mal in Deutschland umgesetzt wird.

[Bildquelle: Flickr]