Politiker, Computer und Gesetze

06 July 2007 |   Internet/ PC |   0


Das deutsche Politiker in führenden Positionen nicht unbedingt Ahnung von Computern und deren Software haben, durfte man ja leider erst vor kurzem im Fernsehen sehen. Trotz alledem versuchen sie natürlich auch in dem Bereich mit Gesetzen vorzustoßen um uns mehr Sicherheit zu Garantieren.

Sicherlich gibt es da viele Möglichkeiten, wo wir wirklich ihre Hilfe gebrauchen könnten. Da wäre alleine schon das leidige Thema Abmahnungen und die Gebühren die dabei verlangt werden dürfen. Das ganze war ja schon mal im Gespräch, was dabei raus gekommen ist bis heute noch nicht. Was natürlich so manchen Anwalt freut, der weiterhin imense Gebühren für Abmahnungen nehmen kann.

Jetzt haben die werten Herren und Damen Politiker aber ein Gesetz (Paragraf 202c des Strafgesetzbuchs) verabschiedet, das jeden Computerbesitzer schützen soll. Dabei geht es darum, das es demnächst ohne Einschränkung verboten sein soll, Software zu besitzen und zu verbreiten, die den Computer schaden könnte. Hierzu gehört zum Beispiel auch Software die man benutzt um Computer und deren Software auf Schwachstellen zu testen. Dumm nur, das diese Software auch von vielen Administratoren genutzt wird um deren Computersysteme auf ihre Sicherheit zu testen. Dies würde aber demnächst offiziell verboten sein. Und somit würde das Gesetz ein viel größeres Sicherheitsrisiko darstellen!

Schön also, was sich unsere Politiker sich da wieder ausgedacht haben. Und auf Spezialisten, die auf diesen Punkt aufmerksam gemacht haben muss man ja auch nicht hören, denn schließlich ist man über alles erhaben! Jetzt kann man nur hoffen, das sie doch noch ein wenig Verstand zeigen und das Gesetz noch mal überarbeiten bevor es komplett durch alle Instanzen durch ist.

Comeback der Atomenergie?

05 July 2007 |   politisches |   4


Es ist eigentlich gerade erst ein paar Jahre her, das die damals regierende SPD sich für einen Ausstieg aus der der Atomenergie in Deutschland stark machte und sich damit auch durchsetzen konnte. Der Ausstieg aus der Atomenergie wurde besiegelt und sollte in kleinen Schritten von statten gehen.

Ich selbst befürworte diesen Ausstieg, denn ich glaube das die Katastrophe von Tschernobyl uns allen gezeigt haben sollte, das wir nicht wirklich die Kontrolle über die Atomkraft haben und irgendwo nur Mitspieler im Ganzen sind, die denken das sie das Spiel leiten. Ein gutes Beispiel ist hierfür ist auch wieder der Vorfall im AKW Krümmel letzte Woche, der wohl doch nicht so ganz ohne war.

Doch nun denkt die aktuelle Regierung mit Frau Merkel an der Spitze doch tatsächlich darüber nach den Atomausstieg weiter hinaus zu zögern oder ihn vielleicht doch ganz sein zu lassen. Sicherlich brauchen wir die Energie, die diese Atomkraftwerke erzeugen. Und mit zunehmender Technologisierung brauchen wir auch immer mehr Energie. Aber solange diese AKWs nicht abgeschaltet werden, werden sich auch weniger Gedanken über Alternativen der Stromerzeugung gemacht. Alternativen die mehr mit der Natur gehen und die die Möglichkeiten der Natur nutzen.

Jetzt kann man nur noch hoffen, das sich die Regierungsverantwortlichen noch einmal Gedanken über das machen, was sie dort beschließen wollen. Das sie nicht nur an die Industriellen denken, die natürlich am liebsten weiterhin den einfach Weg gehen wollen.

ausgeflickrt?

16 June 2007 |   Internet/ PC |   3


Mit ein wenig Belustigung musste ich gestern die Reaktionen auf Yahoos eindeutschung des Photoservice flickr beobachten. Denn wie sicherlich jeder jetzt mitbekommen haben sollte, hat Yahoo neben einer Übersetzung der Webseite auch gleich ein paar Anpassungen für den Deutschen Raum mit eingeführt. Eine davon ist die Zensur von Bildern. Denn ab sofort muss jedes Bild in eine gewisse Stufe eingestuft werden, um abgrenzen zu können, welche Bilder problemlos jedermann gezeigt werden kann. Sobald ein Bild als eingeschränkt eingestuft wurde, können andere User aus dem deutschsprachigen Raum diese nicht mehr sehen. Damit hat Yahoo höchstwahrscheinlich auf die deutsche Rechtslage reagiert.

Mit Einführung dieser Zensur wurden aber auch zugleich Stimmen laut, die einen dazu aufforderten seinen Flickr Account sofort zu löschen und seine Bilder bei einem anderen Dienst oder besser nur noch bei sich selbst zu veröffentlichen. Einfach nur um sich gegen die Zensur zu währen und irgendwo ein Druckmittel gegen den Dienst auszuüben. Erst recht weil dadurch auch so einige Kostenpflichtige Pro Accounts geschlossen werden würden, was natürlich zu gewissen Einnahmeeinbüßen bei Yahoo führen würde. Aber müssen wir uns da nicht ernsthaft fragen, ob Yahoo sowas wirklich stört? Sicherlich ist eine solche Reaktion der User nicht schön für Yahoo, erst recht weil das Image dadurch auch ein wenig leiden könnte. Aber im Endeffekt umgehen sie damit mögliche kostenintensive Gerichtsverfahren, die für das Unternehmen noch viel schlimmere Auswirkungen haben könnten (dazu näher später).

Zudem erinnert mich das ganze auch ein wenig an den Aufschrei der mal aufkam, als bekannt wurde, das Google zusammen mit der chinesischen Regierung arbeitet und gewisse Webseiten ausschließt und dadurch auch eine Zensur ausübt. Und wissen wir was Google bei uns im Deutschen Raum vielleicht heraus filtern? Nein! Und haben wir deswegen jetzt alle aufgehört das böse Google zu nutzen, bei dem wir fast jeden Tag neue Dinge herausfinden, die uns User nicht gefallen? Wohl kaum. Und werden wir jetzt aufhören Yahoo zu nutzen? Sicherlich auch nicht!

Am Ende war das ganze doch wieder nur ein laues Lüftchen. Großes Geschrei ohne viel nachzudenken. Manchmal habe ich auch das Gefühl, das viele User sich immer nur selbst und ihre eigenen Rechte sehen. Das sie aber weniger auch das sehen, das hinter dem was man tut aber auch immer eine Regierung mit gewissen Gesetzen (die Rechte und Pflichten mit sich bringen) steht. Und diese Gesetze müssen auch größere Firmen wie Yahoo und Google befolgen. Und auch wenn das Internet eine große, fast eigenständige Welt ist, so wird das Handeln im Netz immer noch lokal gesehen. Und wir alle Wissen irgendwo wie schnell es vorkommen kann, das man wegen den Inhalten im Netz verklagt werden kann. Und gerade als Betreiber von Webseiten, auf denen wildfremde Leute ihren Inhalt hinterlassen können, muss der Betreiber immer darauf aufpassen, was dort eigentlich veröffentlicht wird. Denn schließlich hat man hier in Deutschland ein gewisse Moderations Pflicht und kann für die Inhalte Fremder haftbar gemacht werden!

Also bitte liebe Internetuser, wenn ihr anfangt zu jammern und eure Unmut über das Kund tun wollt, was im Netz passiert, denkt auch hin und wieder darüber nach, warum sowas gemacht wird. Kurzschlußreaktionen bringen niemanden weiter! Und sicherlich hat auch Yahoo darüber nachgedacht ob sie ihre Zensur wirklich einführen und mit dem Widerstand leben können. Und irgendwas wird sie bewogen haben, das es doch richtig ist.

im Osten nichts neues

29 May 2007 |   Das Leben |   1


Das viele für sich und ihre Berufliche Zukunft im Osten keine große Chance sehen, durfte ich heute mal wieder feststellen, als ich bei einem Beratungsgespräch bei der Bank meines Vertrauens war. Schon bei der Begrüßung musste ich feststellen das mir der Dialekt doch ein wenig bekannt vor kam. Während der Beratung (bei der es um eine gescheite Altersvorsorge ging) hatten wir (die nette Beraterin und ich) auch ein klein wenig Smalltalk betrieben. Dabei kam heraus das die Dame aus Sachsen kam.

Begegnungen dieser Art sind dabei nichts ungewöhnliches für mich. Immer wieder kommt es vor das ich hier im "Westen" Leute aus dem "Osten" treffe und wenn man sie dann fragt warum sie hieher gekommen sind, dann kommt im Regelfall die selbe Antwort: die Arbeit. Und das traurigste dabei ist, das es sich hierbei nicht nur um Personen aus einem bestimmten beruflichen Umfeld handelt, sondern das dieser breit gefächert durch die verschiedensten Berufe ist.

Der Osten Deutschlands ist halt leider immer noch nicht gerade der ideale Ort um einen Job zu finden, bzw. zu behalten und auch die Gehälter sind dort immer noch um deutlich niedriger als hier im Westen. Und als Begründung dafür kann man nicht mehr die niedrigeren Lebenshaltungskosten stehen lassen, denn bis auf die Mieten sind auch die anderen Preise im Osten annähernd genauso wie im Westen.

Ich kann nur hoffen, das der Osten irgendwann noch einmal die Biege schafft und das die Wirtschaft es einsieht das es sich auch lohnt dort zu investieren, wie sie es ja zum Teil schon im Bereich Leipzig und Rostock gemacht hat. Denn mit den Investitionen kommen ja auch die Arbeitsplätze und damit auch das Geld wieder in den Osten, das wiederum auch dort dann wieder ausgegeben werden kann. Somit könnte sich ein Kreislauf schließen, der alle glücklich macht und vielleicht wieder dazu führt, das die jungen Leute wieder in die Nähe ihrer Familien ziehen können.

Hört du das Schäuble?

26 May 2007 |   politisches |   0


Etwas was man eigentlich gar nicht besser sagen kann. Sprechen tut hier Wikipedia-Gründe Jimbo Wales über das Thema Restaurant Design in Bezug auf unsere Gesellschaft.


Jetzt müssten das nur noch unsere Politiker auch mal verstehen, denn wenn ich solche Reden von der Merkel höre, dann wird mir einfach nur schlecht. Da kann man gar nicht so viel essen wir man kotzen möchte. Die hat das scheinbar nämlich nicht verstanden und hat mit dem Herrn Schäuble jemanden gefunden der sie in ihrer Meinung gerne zu Unterstützen scheint.

[via]

Vorwellen des G8 Gipfels

22 May 2007 |   Das Leben |   0


polizei
Wie gestern ja schon erwähnt, war ich die letzten Tage in der Nähe von Rostock gewesen, wo ja demnächst der gute G8 Gipfel stattfinden wird. Neben den Teilnehmer des G8 Gipfels werden aber auch mehrere hundert Tausend Globalisierungsgegner dort erwartet, die nicht unbedingt dafür sind, das dieser Gipfel ganz in Ruhe stattfinden kann. Aufgrund dessen wurde schon ein Zaun rund um Heiligendamm gebaut. Und man mag es kaum glauben, aber es wurde doch tatsächlich auch schon darüber nachgedacht noch einen Zaun zu bauen um den eigentlich Zaun zu schützen! Geniale Idee, oder?

Und um den Globalisierungsgegnern das Leben ein wenig zu vereinfachen, hat man kurzerhand verschiedenen freie Fläche zu Zeltplätzen deklariert, denn schließlich sind Hotels ja teuer und sie würden auch nicht Platz für alle Demonstranten haben. Gleichzeitig möchte man aber auch am liebsten, das diese Demonstranten gar nicht da sind und sowieso nicht Demonstrieren. Dafür wiederrum hat man dafür gesorgt, das aus allen möglichen Bundesländern Deutschlands Polizisten Urlaub ähm ihren Dienst in Mecklenburg machen. Das führt dazu, das man jetzt schon an allen Ecken Polizeiwagen rum fahren und stehen sieht. Man kann sich dort gar nicht mehr unsicher oder unbeobachtet fühlen, denn selbst in noch so kleinen Dörfern trifft man auf die gute Polizei. Ich kann euch sagen, das war irgendwie ein ganz komisches Gefühl. Ich hatte zwar nichts zu verbergen, aber trotzdem hatte ich bei der ganzen Sache ein komisches Gefühl! Und so ganz nebenbei frage ich mich auch, wer das ganze eigentlich bezahlt? Denn alleine jetzt müssen doch schon mehrere tausend Euro pro Tag dafür drauf gehen. Da kann man jetzt nur hoffen, das der gute Gipfel auch zu ein paar vernünftigen Ergebnissen führt, denn für irgendwas muss sich der ganze Aufwand ja lohnen.

[Bildquelle]

armes Frankreich

11 May 2007 |   politisches |   0


paris
Ihr neuer Präsident Sarkozy wurde gerade erst am Sonntag gewählt, ist im Grunde genommen noch gar nicht richtig im Dienste, und darf sich jetzt schon mit den ersten Schmiergeldvorwürfen quälen.

Sein Start als neuer Präsident das Landes lief generell nun nicht wirklich so, wie ich es mir vorstellen würde. Denn anstatt Jubelschreie gab es Proteste und Kravallen gegen Sarkozy, die sich hauptsächlich gegen seine doch recht Stark rechtsausgerichte Politik richtete. Aber anstatt sich dem ganzen wie ein Staatsmann zu stellen, zog Sarkozy es erst einmal vor einen von dem französischen Milliardär Vincent Bollorég esponserten Luxusurlaub auf Malta zu machen. Ist ja immerhin viel schöner dort und so ein Leben auf einer schönen Yacht und im Privatjet könnte ich mir auch ganz gut vorstellen.

Nur, kann gerade dieser Urlaub Sarkozy jetzt vielleicht doch ein wenig das Genick brechen und seine Wahl zum Präsidenten noch mal in Frage stellen. Denn im Gegenteil zu Sarkozys Aussagen hatte Vincent Bolloré in den letzten Jahren von den verschiedensten Regierungsaufträge profitiert. Hierbei bekam er auch Aufträge aus dem Innenministerium, das Sarkozy bis vor kurzem noch geleitet hatte.

Ich bin jetzt ja mal gespannt wie es mit ihm weiter gehen wird. So richtig symphatisch finde ich ihn bis jetzt nicht und ich bin mir auch nicht ganz sicher ob die guten deutsch-französischen Verhältnisse mit ihm auch weiterhin so gut bleiben werden. Die Zukunft wird es zeigen.

[Bild][Quelle 1, 2]

Kinder an die Macht!

19 April 2007 |   politisches |   3


Denn sowas wie der Schäuble sich hin und wieder leistet, würden die sicherlich nicht bringen. Und Aufgrund dessen muss ich diese Aktion hier auch unterstützen.

stoppt schäuble

Und für alle die immer noch nicht wissen, hier die Gründe: Datensammlung, Bundestrojaner, Vorratsdatenspeicherung, Abschaffung der Unschuldsvermutung zur Gefahrenabwehr, usw.

Bild als Vorlage zum selber basteln gibt es hier.

[via]

PS: Lieber Schäuble, sicherlich meinst du es nur gut mit uns und willst uns beschützen, damit uns nichts passiert. Aber vielleicht sollte man manchmal überlegen ob der Gedanke immer der beste ist!

Antifa Zeichen wieder erlaubt

17 March 2007 |   Das Leben |   7


gegen Rechts
Nur so nebenbei am Rande, für alle die es vielleicht nicht mitbekommen haben. Die Verwendung von durchgestrichenen oder in den Mülleimer gefallene Hakenkreuzen ist wieder erlaubt. Dieses beschloss der Bundesgerichtshof diesen Donnerstag und hob damit ein umstrittenes Urteil des Stuttgarter Landgerichts auf. Dieses hatte im Juni letzten Jahres den Betreiber des Versandhandels Nix-Gut wegen der Verwendung eben genau dieser Zeichen verklagt und damit eine öffentlich Diskussion darum entfacht, die meiner Meinung nach viel zu leise war. Das kann aber gut und gerne an der Brisanz dieses Themas liegen oder daran das zu dieser Zeit gerade die Fußball WM in Deutschland stattfand und alle ein ganz anderes Thema im Kopf hatten.

Trotz alledem kann ich dieses Urteil mehr als nur begrüßen, denn schließlich sind die Zeichen da um sein Protest gegen die Rechte Szene zu zeigen und stellen keineswegs Verfassungsfeindliche Dinge da. Generell finde ich es zudem schade, das es überhaupt soweit kommen musste. Das Richter tatsächlich auf die Idee kamen sowas zu verbieten und ich frage mich wirklich wie Naiv dieser Richter in seiner Rechtsauslegung sein konnte.

Adé ihr Roaming-Gebühren

16 March 2007 |   Das Leben |   0


Nachdem ich gerade einen Blick auf meine wunderbare Handyrechnung geworfen habe, kann ich den Vorstoß der Politiker zum Thema Roaming-Gebühren mehr als nur begrüßen! Es kann und darf doch beim besten Willen nicht wahr sein, das man für einen Anruf aus dem Ausland nach Deutschland fast 1€ die Minute bezahlt und fast das gleiche noch mal wenn man angerufen wird!

Ich kann ja noch verstehen, das ich meine Freiminuten im Ausland nicht nutzen kann und dass das ganze ein wenig teurer ist, aber das was momentan abläuft ist doch wirklich mehr als eine Abzocke der Kunden. Ich hoffe nur, das dieses Gesetz jetzt schnellst möglichst auch umgesetzt werden wird und das sich das ganze jetzt nicht noch Ewigkeiten hin ziehen wird, nur weil alle möglichen großen Mobilfunkunternehmen meinen dagegen klagen zu müssen!